AUF EIN BIER MIT KATHRIN MEYER

 

Quelle: Kathrin Meyer

 

KATHRIN MEYER

Kathrin Meyer ist Biersommelière, Regisseurin, Mutter einer Tochter und entstammt einer alten Allgäuer Brauereifamilie. Ihr Vater Karl Meyer führt das Familienunternehmen seit 1968. Neben der Post-Brauerei steht der Brauerei-Gasthof „Hotel Post“ und ganz neu die „Brau-Manufactur Allgaeu“, die den Vertrieb aller Biere übernommen hat, im Mittelpunkt. Jedoch ist Kathrin nicht direkt nach ihrer Schulausbildung in das Brauereiwesen eingestiegen, sondern hat erst einmal in England Grafikdesign studiert.

 

Kathrin, wie sind Sie wieder zurück zum Bier gekommen?

Mir hat Bier erst spät richtig gut geschmeckt. Das war mit Mitte 20. Ich hab dann öfters an den Juniorenkreistreffen des Brauerbundes und des Verbandes teilgenommen und bin immer mehr zur Bierfreundin geworden. Während meines Studiums in England habe ich erst entdeckt, dass es so viele unterschiedliche Biere gibt. Das hat mir gut gefallen. Das hat mich auf den Geschmack gebracht.

 

Was hat Sie so an der Bierbranche interessiert und was macht für Sie Bier so besonders?

Die Bierbranche war mir durch meine Eltern und verschiedene Onkels vertraut. Meine Mutter stammt aus der Convict Brauerei in Dillingen, einem Onkel gehörte die Kronenbrauerei in Möhringen. Als ich Teenagerin war, hat mich das alles nicht sehr interessiert, man will es ja (als junger Mensch) immer grad anders machen, als die Eltern. Erst als ich älter war (Mitte 20) konnte ich das ganze Bierthema annehmen und auch schätzen.

 Bier ist besonders für mich, weil es schon unglaublich alt ist

 weil ich es persönlich gut vertrage (bei Wein vertrage ich die Säure nicht)

weil es für jeden Anlass das passende Bier gibt

weil es mich erfrischt

 

Ist es der Geschmack, die Vielfalt, die Tradition? Besitzen Sie ein Lieblingsbier?

Der Geschmack von mir hat mich persönlich einfach überzeugt. Ich mag die Mischung aus herb und malzig, ich mag die Spritzigkeit und die Erfrischung. Ich bin kein großer Freund von sehr starken Bieren.

Meine Lieblingsbiere heißen:

Braukatz Pale Ale

 Schneider Tap 4 und Tap 7

 

 

Quelle: Kathrin Meyer

 

Sie haben bereits mehrere Filme und Dokumentationen dem Bier gewidmet. Mit dem Film „Die Bier-Rebellen“ nehmen Sie die Zuschauer mit in die bayerische Bier-Welt. Mit der neuen Reihe „Bier-Rebellen“ –  Auf dem Weg zur neuen Bierwelt – zeigen Sie den Zuschauen eine andere Welt des Bieres, nämlich die des Craft Bieres in Bayern. Ich bin ein großer Fan dieser Folgen und freue mich, immer wieder auf neue Folgen. Sind weitere Folgen der Bier-Rebellen geplant? Wie lange drehen Sie für eine solche Folge? Was war das spannendste und interessanteste Bier auf dieser Reise quer durch Bayern? Welche Person/Brauerei ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Leider gibt es keine weiteren Folgen. Ich habe zwar schon das Drehbuch für die Fortsetzung der „Bier Rebellen“ aber der Bayerische Rundfunk hat sich dagegen entschieden.

Drehzeit: 12 Tage
Schnittzeit: 13 Tage

Ich war vorher noch nicht so oft in Mälzereien und fand den Vorgang in der Mälzerei sehr spannend. Geschmacklich ist mir das „Schönramer Hell“ in bester Erinnerung geblieben und der Wirt Hans Triebel, dem das „Craft Bier“ nicht geschmeckt hat. Rundum war es ein toller Dreh. Ich hab 3 Jahre lang dafür gewartet.

 

 

Das elfte bayerische Gebot: „Du sollst nicht panschen“ ist ein Ausspruch den Sie sicher kennen. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Ich pansche hin und wieder auch, wenn ich mir z. B. ein „Radler“ oder einen „Russen“ einschenke.
Im Allgäu trinken die jungen Leute auch gerne einen „Mohra“.
Weißbier und Cola.

 

Viele Menschen entdecken die Bierwelt gerade neu. Durch die große Sortenvielfalt ist es für Biereinsteiger gar nicht so einfach, sich zurechtzufinden. Welches Bier / Biere würden Sie einem Neuling in der Szene empfehlen?

Ich würde das Braukatz Pale Ale empfehlen oder die leichteren Biere von Crew Republic. Das HELLE von Tilmanns finde ich auch gut als Einstiegsbier. Das wären meine Empfehlungen.

 

 

Quelle: Kathrin Meyer

 

Wenn Sie gerade ein Bier brauen könnten, welcher Bierstil wäre es und wie würde das Bier schmecken?

Ich würde mich an einem Pale Ale versuchen. Es wäre nicht zu bitter und hätte harzige, grasige, erdige Noten von der Hopfung in sich vereint. Die fruchtigen Pale Ales schmecken mir gar nicht mehr so gut.

 

Bier brauen ist eine hohe Kunst und jedes Bier zeugt vom Können des Brauers bzw. der Brauerin. Ihre Schwester, Ihr Vater und Sie brauen wunderbare Biere, sowohl traditionelle und neue craftige Biersorten (Braukatz). Was ist Ihr Geheimnis für ein gutes Bier?

sauber arbeiten
dem Bier Zeit geben/lassen
 gute Rohstoffe verwenden

 

 

 

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