Auf ein Bier mit Marlene Speck

 

Erst Hobbybrauerin, dann Bayerischen Bierkönigin, schließlich Braumeisterin mit Bestnoten und jetzt Lehrerin der wohl bekanntesten Schulen im Bereich der Getränkeindustrie…

… ein Interview mit Marlene Speck

  1. Was macht für dich Bier so besonders?

Bier bedeutet für mich eine enorm große Vielfalt. Nicht nur die Herstellungsseite schließt viele komplexe Themen wie Mikrobiologie, Chemie und Technik ein, auch von der Genussseite her wird es einem nie langweilig. Es gibt für jeden Anlass und jede Stimmung das passende Bier und es macht wahnsinnig viel Spaß, ständig Neues über dieses facettenreiche Getränk zu lernen.

  1. Wie bist du zum Bier gekommen? Wolltest du schon immer in der Bierbranche arbeiten?

Nach dem Abitur verbrachte ich ein Jahr in Kanada und kam dort in Kontakt mit der großen Heimbrauerszene und der immensen Experimentierfreudigkeit der Brauer. Seitdem hat mich die Begeisterung für das Brauen und Bier nicht mehr losgelassen. Darüber hinaus hat mich die Leidenschaft der Personen, die in der Bierbranche arbeiten, sehr beeindruckt und dazu wollte ich beitragen.

  1. Welches Bier würdest du einer Nicht- Biertrinkerin empfehlen? Besitzt du ein Lieblingsbier?

Als guten Einstieg für Nicht-Biertrinker sehe ich ein schönes fruchtiges Pale Ale oder ein leichtes erfrischendes Sauerbier. Mit diesen Stilen kann man Skeptikern wunderbar zeigen, dass Bier nicht gleich „bitter“ ist – was ja doch viele Frauen nach wie vor damit verbinden.

Ein Lieblingsbier gibt es für mich nicht, da wir zum Glück eine fast endlose Bandbreite an sensationellen Bieren haben und ich mich gern durch alle Stile und Brauereien probiere, die ich finden kann.

  1. Mittlerweile gibt es einige Brauerinnen – Brauen Frauen anders als Männern?

Ich glaube, da gibt es keinen Unterschied. Vielleicht haben Frauen einen anderen Zugang zu Braukreationen, die eventuell unter Frauen einen größeren Absatz finden, aber ansonsten ist meiner Meinung nach jeder Brauer – egal ob Mann oder Frau – einfach dem guten Bier verschrieben.

  1. Wird es in Zukunft mehr weibliche Brauerinnen geben?

Hoffentlich lässt sich in Zukunft keine Frau davon abschrecken, den Beruf der Brauerin zu ergreifen, weil es als „Männerdomäne“ wahrgenommen wird. Dem momentanen Brauer-Nachwuchs nach zu schließen, muss man sich darum aber keine Sorgen machen!

 

Für mich ist Marlene Speck eine der wohl bekanntesten jungen Frauen aus der Bierbranche des vergangenen Jahres.
Bayerische Bierkönigin 2015/2016 Quelle: Bayerischer Brauerbund

Durch ihr hevorragendes Wirken als Bayerische Bierkönigin im Jahre 2015/2016, konnte Marlene die Menschen für Bier und das Handwerk begeistern. Mit dem Abschluss zur Brau- und Malzmeisterin bei Doemens machte sie ihr Hobby Bier im September 2017 zum Beruf. Jetzt arbeitet sie bei Doemens als Dozentin der Genussakademie und der World Brewing Academy und unterrichtet verschiedene Seminare. Marlenes Motto: ,,Die vielseitige und komplexe Welt des Bieres fundiert und praxisnah vermitteln“.

Durch ihre authentische Art und Weise, schafft sie es, ihre Leidenschaft und ihr Wissen zum Thema Bier hervorragend zu vermitteln. Marlene Speck ist eine junge Frau, die wohl zu den bekanntesten Persönlichkeiten der deutschen Bierwelt gehört.

 

 

Ich freue mich sie bald wieder auf ein Bier zu treffen.

 

 

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