Brautag: Royale 7 – 2.0

Braugummistiefel raus und los

Bier trifft auf Royals – Royals treffen auf Bier

Im Tölzer Mühlfeldbräu ging es letzte Woche königlich her. Die amtierende Bayerische Bierkönigin Lena Hochstraße lud, amtierende end ehemalige Hoheiten, auf ein Bier zu sich in die Heimat ein. Bei einem wunderbaren Bier ist es natürlich nicht  geblieben. Als erstes dunkles Weißbier dieser Brauerei, wird es kurz vor Weihnachten das royale Bier geben.

Unter dieses ehemaligen Hoheiten zähle auch mittlerweile ich. Meine Nachfolge als Bayerische Bierkönigin hat dieses Jahr Lena Hochstraßer übernommen und vertritt nun die Bayerischen Biere, Braukultur und die Bayerischen Brauereien im In und Ausland. Um die letztjährige eingeführte Tradition weiter zu wahren, brauten die ehemaligen und die amtierende Bierkönigin wieder ein Bier ein. Die Royale 7 wird dieses Jahr neuaufgelegt – und zwar in Bad Tölz.

Direkt in einem der ältesten Stadtteile von Bad Tölz, dem Mühlfeld, wo sich einst die Bierkeller befanden, starten wir am Samstagfrüh unser Brauvorhaben. Im Tölzer Mühlfeldbräu wird gewissenhaft und konsequent nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut, dem ältesten noch heute gültigen Lebensmittelrecht der Welt. Die Brauerei achten auf hochwertige Rohstoffe und garantieren damit nicht nur höchste Qualität, sondern auch allerhöchsten Genuss.

Von dieser Qualität konnten wir uns sofort bei der Auswahl der Malze mit Braumeister Sebastian Heuschneider vergewissern. Er suchte die Malzsorten so aus, dass unser Bier sowohl einen runden und weichen Körper hat, als auch eine schöne Farbe. Wichtig hierbei ist, sich nicht nur auf die Farbmalze zu verlassen sondern auch mit den Caramalzen und klassischen Braumalzen zu spielen und zu varrieren. Der sonst etwas kantige vielleicht auch kratzige Geschmack eines dunklen Weißbieres wollten wir auf alle Fälle vermeiden.

Die Braukon – Brauanlag, die mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern verhältnismäßig klein zu anderen Brauereien ist, lässt das Herz eines jeden Kreativbrauers höher schlagen. Normalerweise werden pro Brautag zwei Sude des gleichen Bieres angefertigt um die 1000Liter Tanks damit später zu befüllen. Das Königinnen Bier wird jedoch eine Ausnahme bleiben und ein Single – Sud.-Bier (a 500Liter) bleiben.

Beim Abläutervorgang hatten wir die Möglichkeit den Rest der kleinen verwinkelten Brauerei zu erkunden. Neben der noch fast handbetriebenen Abfüllanlage, den offenen Gärbottiche der obergärigen Biere, konnten wir die Lagertanks im unteren Keller besichtigen. Das Zwickeln der dort gelagerten Biere war natürlich etwas sehr feines. Ich freu mich schon auf die Biere, wenn diese fertig sind. Natürlich haben wir auch einige Aufgaben während des Brauvorgangs übernommen. Mann kann unter anderem unterschätzen, wie oft, wir lange und wann man überall am putzen, reinigen und desinfiziert muss. Die extrem Zuckerhaltige Würze bietet nicht nur der Bierhefe einen wunderbaren Nährboden, sondern auch anderen Bakterien oder Mikroorganismen. Deswegen muss man sich strikt an die Hygienevorschriften halten um ein genießbares, leckeres Bier am Ende des Brau und Gärvorgangs zu erhalten.

Aktuell befindet sich das Bier im Gärtank. Die Speisung (ein Teil der Würze der vor Zugabe der Hefe abgezwackt worden ist) wurde bereits zugegeben und  das Jungbier darf noch weitere Wochen noch reifen.

Ich freue mich bereits auf das Royale Bier, dass vor Weihnachten noch in den Verkauf kommen wird. Das perfekte Geschenk für jeden Bierliebhaber.

 

Infos unter:

http://www.tmb.de/home/braukunst.php

 

 

 

 

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